Gegen Mittag drehten sie das Wasser ab. Ich hielt die teigverklebte Rührschüssel ins Spülbecken und öffnete den Hahn, als ich es bemerkte. Rinnsal statt Wasserstrahl. Mit einem Krug versuchte ich das Wasser aufzufangen. Viel habe ich nicht mehr aus der Leitung lassen können. Gerade genug zum Trinken. Stunden später komme ich mir schmutzig vor. Ich habe den Hund gekrault und bin auf dem Klo gewesen. Der Spülkasten war noch voll, aber die Leitung versiegt. Aufs Händewaschen musste ich verzichten. Wahrscheinlich ist es ohnehin ein Luxusleiden, sich nach einem halben Tag in einer sauberen Wohnung wie ein Dreckfink vorzukommen. Wie erst fühlt man sich zu Fuß, ohne Wechselkleidung und Duschgelegenheit auf einer wochenlangen Flucht?